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Unterdach, Konterlattung und Dachlatten – was die Schichten unter der Eindeckung leisten

Wer ein Steildach saniert, sieht zunächst nur Ziegel oder andere Eindeckungen. Darunter liegen jedoch mehrere Schichten, die zusammen Feuchte, Wind und Lasten abfangen. Unterdach, Konterlattung und Dachlatten bilden das Bindeglied zwischen Dämmung und Eindeckung und entscheiden mit darüber, ob ein Dach langfristig dicht und funktionsfähig bleibt.

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Warum diese Schichten mehr sind als Zubehör

Im Dachdämmungs-Ratgeber wird der Dachaufbau als Ganzes beschrieben. Die hier betrachteten drei Schichten sind darin nur angerissen, haben aber eigene Aufgaben:

Ohne eine fachlich passende Ausbildung dieser Ebenen können Dämmung und Innenausbau langfristig Schaden nehmen, auch wenn die Eindeckung selbst intakt wirkt.

Das Unterdach – zweite Haut unter den Ziegeln

Das Unterdach liegt unterhalb der Konterlattung und oberhalb der Sparren- oder Aufsparrendämmung. Es übernimmt im Steildach zwei zentrale Funktionen:

Es gibt unterschiedliche Ausführungen:

Welche Variante möglich ist, hängt von Dachneigung, Eindeckungsmaterial und den Anforderungen an Feuchte- und Windsicherheit ab.

Wann das Unterdach erneuert werden muss

Eine Erneuerung des Unterdachs wird relevant, wenn

Die Konterlattung – belüftete Ebene zwischen Unterdach und Eindeckung

Die Konterlattung liegt parallel zu den Sparren, also quer zur späteren Eindeckung, und bildet den Abstand zwischen Unterdach und Dachlatten. Sie erfüllt damit zwei Aufgaben:

Für eine funktionierende Belüftung müssen Öffnungen an Traufe und First vorhanden sein; nur eine vorhandene Konterlattung allein garantiert noch keine ausreichende Hinterlüftung. Die Höhe der Konterlattung richtet sich nach Dachneigung, Sparrenlänge und den Anforderungen der jeweiligen Dachkonstruktion.

Wann die Konterlattung erneuert werden muss

Eine Erneuerung steht an, wenn

Die Dachlatten – Träger der Eindeckung

Auf den Dachlatten liegt die eigentliche Eindeckung. Sie tragen Ziegel, Betondachsteine oder andere Materialien und übertragen deren Last in die Konterlattung und damit in den Dachstuhl. Der Lattenabstand richtet sich nach dem Eindeckungsmaterial und der jeweiligen Decklänge.

Wichtige Punkte bei Auswahl und Einbau:

Wann Dachlatten erneuert werden müssen

Eine Erneuerung ist meist Teil einer ohnehin geplanten Neueindeckung und wird auch dann relevant, wenn einzelne Lattenstellen beschädigt sind – etwa durch Feuchte, mechanische Einwirkung oder unsachgemäße Befestigung. Beim Austausch sollte die Ebenheit der Lattenebene kontrolliert werden, weil Unebenheiten die Dichtigkeit der Eindeckung beeinträchtigen.

Zusammenspiel mit Dämmung und Feuchteschutz

Die Schichten unter der Eindeckung stehen nicht für sich allein:

Eine sinnvolle Reihenfolge bei größeren Vorhaben ist daher: Bestand aufnehmen, geplante Dämmung festlegen, dann die Schichten unter der Eindeckung auf den vorhandenen und künftigen Aufbau abstimmen.

Was bei der Sanierungsplanung zu klären ist

Wer sein Dachvorhaben in Berlin plant, kann die eigenen Angaben und Fragen zum Aufbau unter bündeln und im nächsten Schritt mit einem Fachbetrieb abstimmen. Ergänzend hilft es, vorab festzuhalten, welche Schichten erhalten bleiben sollen und welche erneuert werden müssen – das erleichtert die spätere Angebotsauswertung.

Kurz zusammengefasst

Eine Sanierung lässt sich an diesen drei Schichten gut ablesen: Wer hier sorgfältig plant, schafft die Voraussetzung dafür, dass Dämmung, Feuchteschutz und Eindeckung dauerhaft zusammen funktionieren.